Zum Vorletzten mal diese Saison nach Döbeln?

„Am Sonntag den 20.03. gewannen die Kamenzer ihr Halbfinalspiel gegen die HSG Neudorf/Döbeln und stehen damit im Endspiel um den Sachsenpokal 2016.“ So oder so ähnlich sollen die Meldungen in der nächsten Woche aussehen, wenn es nach den Vorstellungen von Kapitän Pascal Freudenberg und seinem Team geht.

Nachdem, wie bereits in der Vorwoche erwähnt, in der Liga nichts weltbewegendes mehr für die Kamenzer passieren wird, liegt die volle Konzentration nun auf dem kommenden Pokalspiel in Döbeln.

So oft hat man die Chance nicht in ein Endspiel einzuziehen, entsprechend hoch dürfte die Motivation auch auf der Seite der Gastgeber sein. Die Döbelner behaupten damit den Heimvorteil

und möchten dieses Spiel zur Generalprobe für das am gleichen Ort stattfindete Pokalfinale machen. Anders als bei den Kamenzern, sollte das Hauptaugenmerk der HSG aber wohl auf den restlichen Spielen in der Sachsenliga liegen. Mit nur zwei Punkten Vorsprung auf den vorletzten Platz (Cunewalde) befindet man sich mitten im Kampf um den Klassenerhalt. Noch dazu trifft man am 03.04. auf genau die Mannschaft, die derzeit diesen Platz in der Tabelle inne hat. Da ist der Pokal zwar eine nette Ablenkung, aber der Klassenerhalt hat mit Sicherheit die höhere Priorität. Geschenke wird man aber nicht verteilen, schon allein deswegen, weil ein Erfolg gut für das Selbstvertrauen im Abstiegskampf wäre.

Auf Kamenzer Seite geht es darum, den Fokus wieder zu finden, nachdem es zuletzt nach deutlichen Niederlagen eher daran hapert wieder die richtige Einstellung zu finden und eine geschlossene Mannschaftsleistung zu zeigen. Als Orientierung hierfür sollte die erste Halbzeit in Hoyerswerda am vergangenen Wochenende dienen. Dort zeigte man trotz ernüchterndem Start und einem schnellen 1:5 Rückstand viel Herz und kämpfte sich als Team, wie man es sich vornahm, auf einen Pausenstand von 14:15 heran. Leider konnte man diese Leistung in der zweiten Halbzeit nicht bestätigen. Das darf gegen Döbeln am Sonntag nicht wieder passieren. Schafft man es aber die Leistung aus der ersten Halbzeit zu zeigen, in dem man voller Einsatz als Mannschaft agiert und die taktischen Vorgaben des Trainers diszipliniert umsetzt, so sollten die Chancen nicht schlecht stehen, dass man sich den Traum vom Pokalfinale erfüllen kann.

In den beiden Ligapartien trennten sich die Teams in Döbeln mit einer Punkteteilung bei einem Endstand von 25:25 und in Kamenz konnte das Heimteam einen knappen, aber verdienten 32:30 Erfolg einfahren. Beide Teams werden bis in die Fingerspitzen motivierten sein, obwohl beide nicht in der allerbesten Verfassung sind. Man darf sich auf kampfbetonte 60 Minuten freuen nach denen der Sieger sich in wenigen Wochen an gleicher Stelle einfinden wird, um das Endspiel zu bestreiten. Das Team von Trainer Steffen Wohlrab hat sich intensiv darauf vorbereitet dieses Team zu sein und hofft dabei auf die zahlreiche Unterstützung der Fans, welche auch in den weniger erfreulichen Auftritten der letzten Wochen stets zur Mannschaft hielten.

Abfahrt Bus zum Auswärtsspiel:
12:30 Uhr Geschäftsstelle HVH Kamenz, 12:45 Uhr Gersdorf – ehem. Blumenhof Haase

AJ

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